Wasserbüffel und Koniks

Extensive Beweidung im Aurachtal

Im Jahr 2006 startete zwischen Walsdorf und Zettelsdorf das Beweidungsprojekt “Aurachochse” mit acht Heckrindern, eine Rückzüchtung des Auerochsen. Mittlerweile ist die Herde auf eine stattliche Zahl angewachsen. Fünf Jahre später kamen in der Talaue zwischen Kolmsdorf und Feigendorf Wasserbüffel und Koniks hinzu. Die robusten Pflanzenfresser werden das ganze Jahr draußen gehalten und müssen nur in echten Notlagen wie lang anhaltender Schneedecke oder Hochwasser zugefüttert werden.      

Voraussetzung für eine Ganzjahresbeweidung sind ausreichend große Weideflächen,  eine geringe Tierdichte und eine enge Verzahnung zwischen Offenland, Gebüschen und Baumgruppen als Rückzugsräume. Konik-Herde Wasserbüffel Heckrind

Auf den großen Weideflächen können die Tiere ihr natürliches Verhalten mit Umherziehen, Lagern und Fressen entfalten. Heckrinder, Wasserbüffel und Koniks sind robust, widerstandsfähig und genügsam. Minderwertiges Futter wie strohiges Gras oder Schilf, das von herkömmlichen Hausrindern oftmals verschmäht wird, können Heckrind,  Büffel und Konik noch gut verwerten.  Breite Klauen und weiche Fesseln ermöglichen Wasserbüffeln einen sicheren Tritt bei der Beweidung feuchten, sumpfigen Grünlandes. Liegt eine geschlossene Schneedecke scharren die Koniks bei der Futtersuche mit den Hufen den Schnee beiseite  und graben auch Wurzeln aus. Bei den Weidegebieten im Aurachtal handelt es sich um große, relativ einförmige Schildbestände, feuchte Mähwiesen, magere Extensivwiesen sowie in den Hangbereichen stillgelegte Äcker. Es finden sich typische Arten wie Blaukehlchen, Rohrammer und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Erste Erfolge der neuen, kostengünstigen Form der Landschaftspflege sind im Aurachtal schon sichtbar: Die relativ einförmigen Schilfbestände werden aufgelockert, durch Trittspuren bilden sich Kleinstgewässer und feuchte Schlammstellen. Lagern die Tiere in trockenen Bereichen, entstehen durch das Lagern offene Bodenstellen von denen Wildbienen und seltene Pflanzenarten profitieren.  
 
Wasserbüffel
Koniks im WinterKoniks im Winter
Wasserbüffel beim BadWasserbüffel beim Baden

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