Beweidungsprojekt Aurachochse

Das Ziel

Ein Ziel des ABSP-Projektes „Lebendiger Aurachgrund“ war es, nachhaltige Nutzungs- und Erhaltungsformen für die Grünlandbereiche im Aurachtal zu finden. Mit dem Beweidungsprojekt „Aurachochse“ ist es gelungen modellhaft eine extensive, ganzjährige Beweidung im Landkreis zu etablieren. Diese ist auf weitere Bereiche im Landkreis, beispielsweise den Kraiberg bei Baunach oder Bereiche des Flussparadieses Franken, übertragbar. Die gewonnenen Erfahrungen können bei neuen Beweidungsprojekten sehr hilfreich sein.

Von der Idee bis zur Umsetzung musste eine mühevolle Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit geleistet werden.


Die Vorraussetzung

Grundvoraussetzung war einen Halter der Tiere und entsprechende Flächen zu finden. Nachdem geeignete Flächen ins Auge gefasst waren, wurde versucht, ortsnah einen Landwirt mit Kenntnissen in der Rinderzucht zu finden. Glücklicherweise konnte mit Michael Koch ein junger, aufgeschlossener Landwirt, der seinen Betrieb direkt neben der Weide hatte, von der Idee überzeugt werden.

Er brachte auch ca. ein Drittel der Weideflächen in das Projekt mit ein. Insgesamt mussten 17 Grundbesitzer vom Beweidungsprojekt überzeugt werden. Das Flächenmanagement konnte nur mit Hilfe des Amtes für ländliche Entwicklung erfolgreich durchgeführt werden.

Die Gemeinde Walsdorf mit ihrem Bürgermeister Heinrich Faatz stand dem Projekt sehr aufgeschlossen gegenüber und hat mit Förderung des Bayerischen Naturschutzfonds ca. 9 Hektar Beweidungsfläche angekauft.

Die Rinder wurden über Spenden und eine Finanzspritze der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) am Landratsamt Bamberg finanziert.

Neben der UNB begleitete und unterstützte auch die Höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung die Bemühungen der Projektleitung und des Landschaftspflegeverbandes.

In der Bevölkerung haben die Auerochsen eine sehr positive Resonanz hervorgerufen und die Einwohner sind stolz auf „ihre“ Auerochsen.

Seit März 2006 weidet in einem Grünlandbereich zwischen Walsdorf und Zettelsdorf eine kleine Herde „Auerochsen“, die aus Auerbach stammen. Bei den Tieren handelt es sich um eine Abbildzüchtung des Urs, der seit 1627 ausgestorben ist. Die Heckrinder, die nach den beiden Züchtern, den Brüdern Heinz und Lutz Heck benannt sind, wurden aus alten Haustierrassen gezüchtet. Sie weisen die Robustheit und das Aussehen der Auerochsen auf.

Bis auf die Größe sind die Merkmale der Auerochsen in den Heckrindern zu finden. Bereits Im Winter 2006/2007 stellten sich auch erste Erfolge ein. Stier „Luzifer“ hat gute Arbeit geleistet und seine Kühe haben vier Kälber geworfen. Mittlerweile ist die Herde auf stattliche 25 Tiere angewachsen und die Weidefläche durch zusätzliche Flächen auf 25 ha vergrößert worden.

 
AuerochseStier "Luzifer"
OchseAurachochsen
OchseHeckrinder auf der Weide

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Aurachochse

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